Die Geschlechtsreife bei Katzen – Was ist Rolligkeit?

Die Geschlechtsreife bei Katzen: Was ist Rolligkeit und was sind die wesentlichen Merkmale?

Mit der Frage nach der Geschlechtsreife, beschäftigen sich viele, die sich gerade ein neues Familienmitglied zugelegt haben oder viele Katzenhalter, bei denen noch nicht alle Fragen geklärt wurden.
Manchmal ist es nicht einfach zu erkennen, ob eine Katze rollig ist oder nicht.

Hier werden Sie über Begriffe wie Rolligkeit und Geschlechtsreife aufgeklärt. Des Weiteren verraten wir Ihnen 7 wesentlichen Merkmale und Symptome rolliger Katzen und 5 Faktoren, woran Sie erkennen, ob Ihre Katze geschlechtsreif ist.

Begriff Geschlechtsreife:

Die Geschlechtsreife beschreibt einen Zeitpunkt, ab wann der Körper sich so weit entwickelt hat, dass er sich fortpflanzen kann. Das geschieht mit dem Erwachsenwerden.

Ab welchem Alter erlangt die Katze die Geschlechtsreife?

Eine gute Frage. Die Antwort kann man jedoch keinem genauen Alter zuweisen.
Wir Menschen werden mit der Pubertät geschlechtsreif.
Katzen haben einen ganz anderen Lebenszyklus als wir. Denn bereits nach einem Kalenderjahr, wird der Miezi das alter von 18 Jahren zugeschrieben. Daher ist es kein Wunder, dass Katzen sehr früh geschlechtsreif bzw. rollig werden.
Dies geschieht in der Regel mit 6 bis 9 Monaten. Natürlich gibt es auch Katzen, die später oder früher zeugungsfähig werden. Rassen wie Abessinier, Saimesen und Burmesen werden es beispielsweise im 4. Monat und Perserkatzen hingegen erst im 12. Monat.

 

Wann ist eine Katze paarungsbereit? 5 Faktoren, die Ihnen beim erkennen helfen:

Eine Katze wird zum ersten mal geschlechtsreif bzw. zeugungsfähig, wenn sie rollig wird.
Es gibt unterschliedliche Faktoren, die die Geschlechtsreife beeinflussen. Das könnten beispielsweise folgende sein:

  1. Tageslichtdauer: wenn es draußen mindestens 12 Stunden lang hell ist. Das ist in der Regel zwischen Februar und September der Fall. Werden die Tage kürzer, tritt die sexuelle „Ruhepause“ ein. Bei Hauskatzen kann die Paarungsbereitschaft jedoch anhalten.
  2. Der gesundheitliche Zustand: Katzen sind sexuell sehr aktive Lebewesen. Selbst im hohen Alter, ist es nich selten, das eine Kätzin noch kleine Kätzchen zur Welt bringt. So etwas wie Wechseljahre gibt es bei Katzen nicht.
  3. Jahreszeit (saisonal polyöstrisch): nur in bestimmten Jahreszeiten ist sie sexuell aktiv. Das schließt aber nicht aus, dass Katzen in den anderen Jahreszeiten garnicht sexuell aktiv sind.
  4. Katzenrassen: manche Rassen werden früher Geschlechtsreif als andere. Zugleich gibt es auch Rassen, die später Geschlechtsreif werden.
  5. Gewicht: Erreicht Ihre Kätzin das Gewicht von etwa 2,5kg, können Sie davon ausgehen dass die Geschlechtsreife bald soweit ist.

Was bedeutet Rolligkeit (rollig) genau?

Die Rolligkeit beschreibt einen bestimmten Zeitraum, in dem die Katze paarungsbereit ist.
Rolligkeit wird auch als Raunze bezeichnet.

Wie lange und wie oft ist eine Katze rollig?

In der Regel ist eine Katze zweimal in Jahr und  im Schnitt 5 bis 10 Tage rollig. Aber nicht an allen dieses Tagen ist die Katze auch tatsächlich paarungsbereit. Das sind lediglich etwa 4 Tage.

Wird die Katze in dieser Zeitspanne von keinem Kater „besucht“, so wiederholt sich die Rolligkeit nach etwa zwei bis drei Wochen.
Die Merkmale und Symptome einer rolligen Katze werden Ihnen im nächsten Abschnitt zusammengefasst.

Die 7 wesentlichen Merkmale und Symptome einer rolligen Katze:

Die Frage aller Fragen lautet: Woran erkenne ich, dass meine Katze tatsächlich rollig ist? Was sind die wesentlichen Merkmale?
Hier sind 7 wesentliche Merkmale zusammengefasst. Da Katzen unterschiedlich sind, treten nicht bei allen die gleichen Merkmale auf. Auch die Intensität ist von Tiger zu Tiger unterschiedlich. Manche Rassen weisen verstärkte Merkmale auf als andere.

Das erste Merkmal: Rollen und Reiben – Eine rollige Katze rollt sich häufiger auf dem Boden hin und her. Dazu reibt sie sich öfter an Gegenständen mit Ihrem Kopf und markiert auf diese Weise ihr Revier.
Das nächste Erkennungszeichen: hochstrecken des Pos – Damit signalisiert Ihre Miezi, dass sie paarungsbereit ist und sich gerne auf einen Kater einlassen würde.
Die dritte Besonderheit: Berührungen – Sie haben das vermehrte Bedürfnis zu schmusen und zu kuscheln aber können auch empfindlicher auf Berührungen reagieren.
Das vierte Kennzeichen: zur Seite knicken des Schwanzes – Damit übermitteln sie ebenfalls Paarungsbereitschaft.
Das fünfte Merkmal: die Markierung von Gegenständen. Das ist ein eher unangenehmes Merkmal, denn der Katzenurin kann in dieser Zeit stärker riechen, da er bestimmte Duftstoffe enthält um einen Kater anzulocken. Das kann sich auch am Katzenklo bemerkbar machen.
Das sechste Kennzeichen: Miauen – Bei manchen Katzen geht das anhaltende Miauen sogar ins Schreien und Gurgeln über. Das kann besonders nachts unangenehm und schlafraubend sein.
Die letzte Eigenart beinhaltet zwei kleinere Erkennungszeichen. Zum einen die Appetitlosigkeit und zum anderen, anhaltende Unruhe, welche sich zum Beispiel durch das Kratzen an Fenstern und Türen kenntlich macht.

Hinweis: Normalerweise werden kastrierte oder sterilisierte Katzen nicht mehr rollig. Doch selten kommt es vor, dass sie dennoch typische Anzeichen von Rolligkeit aufweisen.

 

Hier ein kurzes Video einer rolligen Katze.

 

 

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