Verwandte der Hauskatze – die Wildkatze

Verwandte der Hauskatze – die Wildkatze

Man glaubt es kaum, aber die Wildkatze ist der nächste Verwandte zu unserer Hauskatze. Dabei gibt es doch so viele katzenartige Wesen, die unserer Hauskatze ähnlich sehen. Welche von diesen Tiere, sind aber tatsächlich mit unserer Hauskatze verwandt? Wo gibt es Ähnlichkeiten und Unterschiede? Und was Kann man zu den unterschiedlichen Tieren sagen?

Die Katze gehört zu der Ordnung der Raubtiere. Ihre Überfamilie sind die Katzenartigen. Darunter wird nochmal zwischen den Großkatzen (wie Tiger, Leopard, Jaguar und Löwe) und den Kleinkatzen (wie Gepard, Puma, Luchs, Manul und Wildkatze) unterschieden.
Bei den Groß- und Kleinkatzen wird dann nochmals unter den verschiedenen Gattungen unterschieden.

 

 

Wildkatze

Die Wildkatze ist der nächste Verwandte zu unserer Hauskatze. Dort, wo die Hauskatze Nähe zum Menschen sucht, sucht die Wildkatze die Distanz, um überleben zu können.
In Deutschland lebt das Raubtier überwiegend in der Eifel, wo sie Schutz und Deckung finden. In diesem Gebiet leben noch etwa 1.000 Tiere.
Oft sieht man die Wildkatzen an der Grenze zwischen Niederlande, Belgien und Deutschland umherstreifen.
Die europäische Population der Raubkatze reicht von der Eifel bis nach Frankreich.

 

Erkennungsmerkmale der Wildkatze

Man erkennt sie an ihrer schwarzen Schwanzspitze, mit schwarzen Kringeln am Schwanz. Sie sieht leicht verwaschen aus, welches jedoch für die perfekte Tarnung im Wald und auf dem Feld sorgt.

Wenn sich das Tier nicht bewegt, ist sie durch ihre Fellbeschaffenheit beinahe unsichtbar. Im Unterholz des Waldes kann das Tier praktisch ungesehen von einem Ort zum nächsten schwinden. In unaufgeräumten Wäldern fühlt sich die Wildkatze besonders wohl. Dort findet sie viele gute Schlupfwinkel.

 

Eigenschaften und Fähigkeiten

Wie alle Katzenartigen, gehört auch die Wildkatze zu den Raubtieren. Eins ihrer besonderen Fähigkeiten, ist das Klettern. Darin ist sie nicht nur besonders geschickt, sondern auch Flink.
Jedoch treten beim  beim Abwärtsklettern leichte Probleme auf. Das Tier kann durch die Krallenform nicht kopfunter klettern. Zudem können Sie Ihre Hinterpfoten nicht drehen, was den Abstieg zusätzlich erschwert.
Wie auch die Hauskatze mag die Wildkatze ebenfalls keinen Regen, also sucht sie sich bei Nässe einen geeigneten Unterschlupf.
Männchen sind oft Nomaden und streifen von einem Ort zum nächsten. Weibchen hingegen haben oft ihr festes Revier um die kleinen Kätzchen groß zu ziehen.
Zum Herbst hin verjagt die Katzenmutter ihren Nachwuchs, weil sie jetzt genug Erfahrung gesammelt haben, um alleine überleben zu können.

 

Jagdverhalten

Ihre Jagt findet meist in der Morgen- und in der Abenddämmerung statt. Tagsüber ruht das Raubtier gerne in Bäumen. Wildkatzen jagen Mäuse, Eidechsen, Vögel, fressen aber auch Insekten, wenn sie hungrig sind und was sie sonst noch finden. Die Wildkatze braucht etwa 10 Mäuse täglich um überleben zu können.

Wildkatze im Winter

Zur kalten Jahreszeit fressen sich die Tiere einen Winterspeck an, um besser überwintern zu können. Das Fell der Katze ist im Winter zudem dichter. Durch die Kälte und den Schnee ist die Mäusejagd im Winter besonders schwierig, denn die Mäuse verstecken sich vor dem Schnee und der Kälte lieber unter der Erde. Daher fressen Wildkatzen im Winter auch Aas, um über die Runden kommen zu können.